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Deutscher Diabetiker Bund Landesverband Baden-Württemberg e. V. > Infos Kinder und Jugendliche > Vom Burgfräulein zum Bergmann  

Vom Burgfräulein zum Bergmann
 
Diesen Sommer, genau gesagt, vom 22.-24.Juni hatten wir wieder die große Freude, mit einigen Familien aus der Sweet-Kids Gruppe ein Wochenende zu verbringen.
 
Es ging am Freitag Abend mit einem Vesper los. Leider hatten manche bei der Anreise Pech mit dem Verkehr. Es schüttete wie aus Kübeln an diesem Abend. Das war kein gutes Vorzeichen für dieses Wochenende, wir hatten doch so viel vor.
 
Am Samstagmorgen sah es dann immer noch nach Regen aus. Wir wollten in die Grube Wenzel, in Wolfach im Schwarzwald. Die Fahrtzeit von unserem Domizil, Schloss Ortenberg, war nur knapp eine halbe bis dreiviertel Stunde. Die Kinder waren schon ganz heiß, nach dem Frühstück, endlich loszukommen. Wer aber Jugendherbergen kennt, weiß das man da sein Geschirr selbst aufräumen und abwaschen muss. Wenn man das richtig verkauft, kann das ein großer Spaß sein.
 
 
In Wolfach wurden wir von unserem Bergführer begrüßt und mit Lampe und Schutzkleidung, zu der auch ein Helm gehörte, ausgestattet. Der Helm erwies sich gerade bei den großen Männern, als eine sinnvolle Zugabe. Sonst hätten wir mehr als ein „Hörnchen“, zum Andenken mit nach Hause genommen.
 
Unser Bergmann war ein älterer Herr der uns mit Freude und Begeisterung von dem damaligen, sowie dem heutigen Bergmannsleben berichtet hat. Er hat sich für die Kinder interessante Dinge ausgedacht und sie so bei Laune gehalten. Sie durften „Bergdetektive“ sein und Zeichen an den Wänden suchen. Wir hörten den Berggeist und lernten die Heilige der Bergleute kennen. Wir sahen in tiefe Löcher und quetschten uns durch enge Gänge. Ganz mutige Kinder durften in einen original Gang von vor hundert Jahren kriechen. Die Menschen die damals in den Stollen arbeiteten, waren wenig größer als unsere Kinder. Wir wurden über die Geheimnisse der Bergmannszeichen unterrichtet. Es war ein unbeschreibliches Erlebnis, im inneren der Erde zu sein und so viel zu sehen.
 
Nach unserem Besuch in der Grube, fuhren wir ein paar Kilometer weiter in das Mineralienmuseum. Dort kann man die Ausbeute aus der Grube begutachten. Unsere Kinder konnten einen Film sehen. Ruhig liegende Steine konnten sie aber nicht lange fesseln, so war unser Besuch dort recht kurz. Jedes Kind durfte sich eine Kostbarkeit aussuchen und als Andenken mit nach Hause nehmen. Man kann sich nicht vorstellen was für eine Vielfalt an Erscheinungsformen und Farben es in Mineralien gibt. Wir haben viel gelernt.
 
 
Nach dem Besuch in der Grube hatten wir hinter dem Haus, indem das Kassenhäuschen und die Toiletten sich befanden, zu Mittag gegessen. Wir hatten noch Lust auf Nachtisch. Mancher hatte auch Kaffeedurst, denn der Jugendherbergskaffee hat nicht die durchschlagende Wirkung wie gewünscht. Weit mussten wir nicht suchen. Im Ort gab es ein wunderschönes Eiskaffee. Wir und unsere Kinder haben uns eine gute Portion gegönnt. Was den Blutzucker betraf, waren alle eher am unteren Ende, denn der Marsch durch die Grube und das Museum hatten gut gezehrt.
Und dann? Was sollten wir mit dem angefangenen Nachmittag noch machen? Da kam die rettende Idee! Die Damen waren in Shoppinglaune und wollten sich die Glashütte anschauen. Die Kinder wurden mit den Vätern zum Steine klopfen geschickt. Das muss man sich so vorstellen, dass aus den Gruben Steine und Abraum auf eine Halde gebracht werden, auf der man gegen ein Entgeld dann mit einem Hammer die Steine bearbeiten kann. So kann man sich seine eigenen Mineralien sammeln. Im Eimer werden die Schätze dann gewogen und man kann sie wieder gegen ein Entgelt mitnehmen. Die Kinder hatten eine Menge Spaß und manche Familie kam „steinreich“ nach Hause.
 
 
Bei den Damen fuhr ein Herr mit, ob zum Schutz der Damen, oder zum Schutz seiner Kreditkarte, lässt sich so ohne weiteres nicht klären.
Gegen 18.00Uhr hatten wir Abendessen auf Schloss Ortenberg bestellt. Wir wollten grillen und die wundervolle Aussicht von dem Turm aus genießen auf dem der Grill aufgebaut ist. Man kann bis in die Vogesen sehen, wenn die Wetterlage es zulässt. An diesem Abend hat sie es zugelassen. Obwohl es bei unserer Ankunft an dem Samstagabend nicht so ausgesehen hat. Es nieselte und regnete immer wieder an diesem Tag, aber immer dann, wenn wir im Trockenen waren. Wir sagten uns, wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Und wir haben gewonnen. Die Abendstimmung war ein Traum, richtig romantisch und es entstanden schöne Fotos einiger Elternpaare.
Dann war es auf einmal Sonntag und wir mussten zügig unsere Zimmer räumen, das brachte uns kurzfristig richtig in Stress.
 
 
Wie kann man Stress abbauen? Richtig, man geht in die Natur und sucht sich ein ruhiges Plätzchen. Das haben wir auf einem Spielplatz in Hofweier gefunden. Die Kinder hatten Beschäftigung und wir Erwachsene hatten die Zeit und Muse um uns zu unterhalten und uns auszutauschen. Wir haben mit den Kindern gespielt und auch mancher Erwachsene hat sich wieder in seine Kindheit zurückversetzt gefühlt. 
 
Der krönende Abschluss fand wie die letzten Male, in der Pizzeria „Da Tina“ in Zunsweier statt. Dort wurden wir immer sehr gut bedient und das Essen ist vorzüglich. Unsere Kinder haben sich im Pizzawettessen versucht und wir Erwachsenen wussten dieses gute Essen zu schätzen, nach der einfachen Jugendherbergsküche. Auch wurde der Kaffeepegel wieder auf normal aufgefüllt.
 
Jeder ging nach dem Essen seiner Wege, einige blieben in der Gegend um Verwandte zu sehen, andere mussten schnell nach Hause, da noch mehr Termine warteten. Die Meisten jedoch fuhren einfach nach Hause und machten sich noch einen ruhigen Tag.
 
Dies war ein gelungenes Wochenende und wir danken dem DDB, dass er uns geholfen hat, dies zu verwirklichen.